In aller Kürze
Lorth Gessler Mittelstaedt ist eine Werbeagentur mit den Schwerpunkten Markenführung, Corporate Design, Multimedia und Filmproduktion in Konstanz am Bodensee direkt neben Kreuzlingen, der Nachbarstadt aus dem Kanton Thurgau in der Schweiz.






Knowhow, Tipps
Der "Plaspekt"
Dezember 2010. Spieltagshefte für wiederkehrende Sportveranstaltungen zu konzipieren und zu gestalten ist eine besondere Herausforderung. Der Spagat zwischen der Aktualität der Inhalte, dem Informationsnutzen, der Anspruchshaltung der Zielgruppe und den Positionierungs-Wünschen der Sponsoren ist nicht immer leicht zu schaffen.
Nach fünf Jahren Regionalliga-Zugehörigkeit haben die Konstanzer Basketballer in diesem Frühjahr den Aufstieg in die Zweite Bundesliga Pro B geschafft. Das war der Startschuss zu einem sanften Corporate Redesign. Viel musste nicht geändert werden, denn das bewährte plakative Erscheinungsbild mit dem Basketball-Planeten und den von ihm ausgehenden blauen Strahlen war prägnant und hatte bereits einen hohen individuellen Wiedererkennungswert.
Bei der Analyse der Gesamtkommunikation war uns aufgefallen, dass das Spieltagsheft trotz kleinerer Weiterentwicklungen in den vergangenen Jahren ein grundsätzliches Problem mit sich brachte: Es war zu vorhersagbar und auch vom Format langweilig. Eine Änderung sollte also grundlegend sein und keine Optimierung des Status Quo. Hier kam uns die Idee, ein Konzept für diese Anforderung einzusetzen, das wir im Zuge der Gestaltung der Drucksachen für die Taufe der neuesten Fähre der Stadtwerke Konstanz, die "Lodi", entwickelt hatten: den "Plaspekt".
Ein Plaspekt ist ein Kunstbegriff, der sich aus den Worten Plakat und Prospekt zusammensetzt. Ausgehend von einem A3-Blatt, das beidseitig randabfallend bedruckt ist, entsteht durch eine besondere Falztechnik, die an den Altarfalz angelehnt ist, ein 8-seitiger Prospekt im A6-Format. Blättert der Leser den Prospekt auf, so offenbart sich ihm zunächst eine Doppelseite, auf der ein Vorbericht für das Spiel und ein Sponsorenportrait zu lesen sind. Von innen lassen sich nun die Seiten aufklappen, was weitere vier Seiten mit einem Interview, einem Feature, einem Newsticker, Statistiken und der Mannschaftsaufstellung offenbart. Zusammen mit der Titelseite und der Rückseite im geschlossenen Zustand sind dies also acht A6-Seiten. Der Clou: Hat man den Plaspekt komplett geöffnet, so lässt sich dieser nochmals an der Längsseite auffalten, was eine weitere komplette A3-Seite freigibt, die nach unserem Konzept ein Plakat ist.
Dieses Prinzip vereint viele Vorteile in sich. Zunächst ist das Format spannend und attraktiv im Handling. Es suggeriert durch die Struktur eine Fülle an Informationen und ist zugleich aufgrund der Kürze der Texte leicht zu lesen. Der redaktionelle Aufwand und die Kosten für den Druck sind viel geringer als bei den meisten Spieltagsheften. Einziger Knackpunkt war nur noch die komplizierte Falttechnik. Bei 500 Spieltagsheften alle zwei Wochen wäre eine manuelle Verarbeitung viel zu aufwändig. Hier kam uns die Kreativität und das Können unseres Lieferanten RUCH Medien zugute, der es tatsächlich schaffte, seine Falzmaschine so zu konfigurieren, dass die Verarbeitung automatisch erfolgen kann und nun jedes Heimspiel zuverlässig unsere Plaspekte für die Fans bereit liegen.
Kreativität begeistert uns – jeden Tag neu.
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